Grafikdesign, Typografie

Eine Liebesgeschichte aka TYPOGRAFIE und SCHRIFT – Monogramme – Grafikdesign Monat 4

Wow, es ist unwahrscheinlich viel Zeit vergangen, seit ich das letzte Mal über mein, noch laufendes, Studium berichtet habe. Mittlerweile bin ich im 11ten Monat angekommen. Das heißt, es bleibt nur noch der abschließende 12te Monat mit der Abschlussarbeit, und ich darf mich offiziell Grafikdesignerin nennen. Wann wenn nicht jetzt, sollte ich diese vielen Monate und ihre Aufgaben bloggerisch aufarbeiten. Ich nehme mir natürlich die Freiheit heraus, nur die Arbeiten hier zu präsentieren, auf die ich auch wirklich stolz bin, was eigentlich eh so gut wie alle sind. Das Studium hat ein Jahr lang das beste aus mir herausgeholt, mich zur Kreativität inspiriert, ganz neue Leidenschaften geweckt … aber dazu ein andermal, und im großen Stil mehr.

Heute erzähle ich euch eine ganz besondere Geschichte, eine Geschichte über die ganz große Liebe, die unerwartet kam und für immer bleiben wird. ❤

Ich habe mich in Buchstaben verliebt:

Geschrieben habe ich schon immer gerne. Ich habe Schreibkurse belegt, habe für mich geschrieben, und für euch da draußen im Blog-Universum. Ich denke mir gerne Geschichten aus, und schreibe sie auf. Ich schreibe meine Gedanken auf, und verarbeite Gefühle sehr viel besser, wenn ich sie zu Papier bringe. Das ist so, war immer so, und ist ein fest verankerter Teil meiner Persönlichkeit. Was mir, vor diesem vierten Monat meines Studiums aber nicht klar war ist, wie faszinierend diese einzelnen kleinen Kunstwerke sind, die meine Geschichten, Gefühle und Gedanken bilden. Die BUCHSTABEN. Ich las diese Lektion des vierten Monats wie ein spannendes Buch. Jedes Wort bleib zu 100 % im Gedächtnis haften. Ich konnte nicht genug bekommen, von der Lehre der Schriften und ihren Gesetzen. TYPOGRAFIE. Das klingt wie Musik in meinen Ohren. Mein Herz klopft aufgeregt, jedes mal wenn ich eine schöne Schrift sehe. Es ist eindeutig LIEBE, und zwar keine geringere als DIE GANZ GROSSE. Ich habe die Empfohlene Literatur zum Thema verschlungen, habe mir dann auch noch die Bücher bestellt, die Amazon mir aufgrund dieser empfohlen hat … Ihr seht, ich meine es ernst. Ich habe wohl endlich gefunden wonach ich gesucht habe. Ich habe die Berufliche und Künstlerischen Liebe meines Lebens gefunden. Dazu kam dann später noch das Handlettering, aber dazu auch an anderer Stelle mehr.

Tja, und wie das alles begann, erzähl ich euch jetzt in Form des üblichen Berichtes über meine Moantaufagabe, die sehr viel weniger spannend war, als die Lektion, die wohl unwiderruflich mein Leben verändert hat. Es ging schlussendlich um Monogramme, was ich damals nicht so spannend fand, und mir mittlerweile wünsche diese Aufgabe jetzt und mit dem heutigen Wissen nochmal einreichen zu dürfen. Aber so schlecht war das Ganze ja im Endeffekt nicht. Das eine Monogramm ist sogar sehr cool.

Die Monatsaufgabe

lautete: „Sie erstellen drei eigene typografische Monogramme zu jeweils einem der unten aufgelisteten Themen.“

Erstellen Sie aus Ihren eigenen Initialen ein 2-Buchstaben Monogramm.

Experimentieren Sie mit den Buchstaben, machen Sie Skizzen, kreieren Sie neue Formen, drehen Sie diese, kombinieren Sie so viel Sie können, bis Sie letzten Endes bei einer prägnanten Lösung angekommen sind.

Entwerfen Sie drei unterschiedliche Lösungen:

• Antiqua (Serifen)
• Grotesk (Serifenlos)
• Kalligrafisch

„Die Monogramme sollten lesbar und optisch ansprechend sein, sowie typografische Prägnanz bieten. Setzen Sie bewusst Größenverhältnisse, Anschnitt, Perspektive, etc. ein, um spannende Motive zu finden.“

Das Ergebnis

Bildschirmfoto 2017-03-24 um 10.34.18

Ich mochte früher keine Serifenschriften, und nun liebe ich sie mehr als die serifenlosen. Fühlt sich irgendwie an wie Erwachsenwerden. Ich habe hierfür die sehr klassischen „Times“ gewählt.

Bildschirmfoto 2017-03-24 um 10.34.32

Mein absoluter Favorit, damals und heute. Ich finde, dieses Monogramm ist mir sehr gelungen. Die Schrift ist eine, die ich für Fließtexte niemals verwenden würde, aber hier passt sie einfach fantastisch. So hat jede Schrift (außer Comic Sans) ihre schönen Seiten. Lucida Grande

Bildschirmfoto 2017-03-24 um 10.34.46

Und die völlig selbst entworfene. Da hätte ich heute ganz andere Dinge auf Lager und würde mich sehr viel mehr austoben und ausprobieren. Aber für den ersten Versuch, ein Monogramm selbst zu entwerfen, ohne eine bestehende Schrift zu verwenden, finde ich das auch aus heutiger Sicht gar nicht übel.

Die Beurteilung lautete dann folgendermaßen:

Sie haben viel Spaß beim experimentieren und zeigen, dass Sie die unterschiedlichen Merkmale der Schrifttypen verstanden haben.
Sie haben uns bewiesen, dass Sie ein gutes Gespür für Proportionen und Ästhetik besitzen. Arbeiten Sie aber noch an der Lesbarkeit.

Wir sehen viel Potential in Ihrer Arbeit, machen Sie weiter so!

(Sie sehen Potenzial in meiner Arbeit. Was will man mehr?)

Bildschirmfoto 2017-03-24 um 10.36.43

Bildschirmfoto 2017-03-24 um 10.37.09

Bildschirmfoto 2017-03-24 um 10.37.31

Ich sehe die Gs natürlich ganz deutlich, aber ich weiß auch dass sie da sind. Das ist noch etwas was ich etwas schwer beurteilen kann … wie sehen es völlig unbeeinflussten Menschen?

Die volle Punktzahl gab es auch diesmal nicht, aber das ist vollkommen in Ordnung, denn konstruktive Kritik ist das beste was man bekommen kann, viel besser als ein „Gut gemacht“. Die Kritik, die ich hier jeden Monat bekomme, ist immer sehr hilfreich und bringt mich unheimlich weiter. Danke liebe OfG, danke vor allem dafür dass ich mit deiner Hilfe die Liebe meines Lebens kennenlernen durfte.

Gorana & Typografie … die spannende Liebesgeschichte geht weiter. Ich werde auch in Zukunft hier darüber berichten. Denn es sind so einige Projekte im Gange, die einen Bericht wert sind. Bleibt dran … und bis bald!

Advertisements
Standard
GedankenTexte, Kolumne

SchattenSEITE Kolumne #1 – Zum Thema INSPIRATION

Lange hat es gedauert, die erste Kolumne in die Welt hinaus zu lassen, und das obwohl ich sie 2 Tage nach der Ankündigung des neuen Formats schon verfasst hatte. Es hat etwas mit Hemmungen zu tun, und damit dass ich nicht sicher war, ob das Thema gut genug ist, für die erste Kolumne. Schlussendlich kam noch dazu, dass mir die Inspiration plötzlich abhanden kam und ich mich mit dem Text gar nicht mehr identifizieren konnte. Nun kehrt sie langsam wieder zurück, meine Inspiration und es wird Zeit diesen Artikel einfach loszulassen … gelesen wird er eh nicht von der ganzen Welt. Wichtig ist, den ersten Schritt zu wagen, damit die nächste folgen können. 

Ich möchte euch erzählen was mich momentan inspiriert und dadurch auch motiviert. Ich brauche immer wieder Neues in meinem Leben, denn Stillstand ertrage ich nicht. So inspiriert wie heute war ich allerdings nicht immer. Ich frage mich immer wieder warum ich früher nie das Bedürfnis hatte so viele kreative Dinge auf einmal zu tun? Damals als ich noch Zeit hatte, als ich zu Schule ging, als ich studiert habe. Aber da war ich noch nicht Anwender all dieser sozialen Netzwerke, und kannte auch die Blogosphäre nicht. Und so inspirierend fand ich die Menschen um mich herum auch nie, denn am Entstehen war, und ich meinen Platz darin noch nicht gefunden hatte. Ich habe mir nun einen über die Jahre erarbeitet und fühle mich mittlerweile auch sehr wohl da. Das Ding ist nur, die vielen inspirierten Menschen, die darin wohnen, überfordern mich manchmal. Ich muss noch lernen zu filtern, und ich muss meine Prioritäten überdenken … schon wieder.

Nun zu dem was mich INSPIRIERT

Das was aus der Masse heraussticht: Ein besonderer Internetmensch

Es gibt da eine Bloggerin, die hat mich mit ihrem Blog und ihrer ganzen Art zu dieser Kolumne inspiriert. Sie ist, glaube ich, das Internetlebewesen dem ich am längsten meine Aufmerksamkeit schenke. Sie hat sich über die Jahre von einem Modemädchen mit Modeblog zu einer sehr inspirierenden starken erwachsenen Frau mit viel Herz und Verstand entwickelt. Was ich früher unterhaltend fand, empfinde ich jetzt als sehr inspirierend. Ihr Schreibstil ist unverwechselbar (wenn auch eindeutig anfangs von der berühmten Carrie Bradshaw inspiriert), und ihre verfassten Gedanken immer wieder anregend. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal etwas von ihr gelesen habe, ohne sofort den Impuls zu verspüren mich selbst an den Schreibtisch zu setzen und tolle Sätze zu produzieren. Ihr Leben ist zwar ein gänzlich anderes als meins, die Themen überschneiden sich auch kaum, aber dieser Gedanke der Internetwelt mehr von dem preiszugeben was in meinem Kopf stattfindet, gefällt mir.

Der treue Begleiter im Abo: FLOW

Was mich noch inspiriert? In der Zeitschrift FLOW habe ich meinen absoluten Lebens Guru gefunden (gibt es übrigens ab sofort auch für Männer und nennt sich WOLF – tolles Wortspiel). In diesen Artikeln steckt so viel Wahres über das Leben, menschliches Verhalten und Kreativität. Sie ist voller guter Tips und Anregungen, und ist zudem sehr liebevoll gestaltet. Ich lerne daraus so viel über mich selbst, dass es fast schon unheimlich ist. Es gab sogar ein ganzes Special in dem es einzig um Bücher ging. Man kann über Bücher tatsächlich so einiges Schreiben und lesen. Wusste ich auch nicht. Ich  konnte mir da ein paar Großartigkeiten über Leseverhalten herauspicken, die ich aktuelle praktiziere. In diesem Moment liegt die FLOW auch neben mir, und sobald ich diese Kolumne fertig abgetippt habe, werde ich den Artikel über die Beziehung zur eigenen Familie lesen.

Bildende Kunst in Schriftform: BRUSH LETTERING

Ich zeichne wieder ein bisschen. Im Moment hauptsächlich Buchstaben. Diese aktuell sehr beliebte Kunstform nennt sich „Brush Lettering“ und bereitet mir unheimlich viel Spaß. Ich hatte vor einer Weile schon mal einen Anlauf gestartet und wollte diese Kunst erlernen, aber als es nicht auf Anhieb klappte, habe ich es wieder gelassen. Da hat der Zeitpunkt einfach nicht gestimmt. Jetzt ist er dafür umso richtiger. Die richtige Sache zur richtigen Zeit, kann sehr viel Spaß und sogar Entspannung bringen. Das ist quasi mein Schreib-Yoga. Ich bin noch weit davon entfernt es richtig gut zu beherrschen, aber ich mache meine täglichen Übungen, und so sieht das Ganze aktuell aus. Irgendwie hat gerade das unperfekte auch seinen Reiz. Finde ich.

inspirationneu

Meine aktuelle Inspirationsquelle dafür ist Instagram. Da kann ich mir immer angucken was andere so „lettern“. Und wenn ihr gerne an meinem Lernfortschritt teilnehmen wollt, bitte gerne folgen.

Der Klassiker: BÜCHER von schlauen MENSCHEN

Ich bin im Moment sehr empfänglich für jegliche Art von Lebensweisheiten. Ich stecke da quasi in einem Zeitfenster, das sich bestimmt früher oder später wieder schließen wird. Darum sauge ich dieses Wissen über „das Leben“ wie ein schwamm in mich auf. Ich nehme alles was ich kriegen kann. Sortiere dann aus, werfe das Meiste wieder weg. Nur das wichtigste, das essenzielle, das was ein AHA Erlebnis verursacht hat, darf bleiben, denn davon werde ich hoffentlich noch ein Leben lang zehren. Ich habe immer ein bisschen Angst diese tollen inspirierenden Worte wieder zu vergessen, zu vergessen an sie zu denken, an das Gefühl das sie in mir ausgelöst haben, als ich sie zum ersten mal gehört/gelesen habe.

Und noch viele andere kleine Dinge inspirieren mich jeden Tag. Warum ich in diesem Zusammenhang den Sohn nicht erwähne? Das ist wieder eine völlig andere Sache. Da werden noch viele Kolumnen kommen, die ich einzig ihm widmen werde. Und diese fazinierenden neuen Berufe, die ich aktuelle erlerne? Auch das ich ein eigenes Thema.

Kommen wir zum ENDE der ersten KOLUMNE

Was mir jetzt noch fehlt um diese meine erste Kolumne würdig abzuschließen, ist ein guter Rat, bzw. eine Botschaft die ich euch auf den Weg geben kann. Es darf aber auch eine Erkenntnis für mich sein, die euch vielleicht in irgendeiner Art auch ein bisschen inspiriert. „Alles geht, nix muss …“, oder so. Nein, das ist es nicht ganz. Eher etwas wie: „Immer wieder neues ausprobieren“. Ich zum Beispiel muss das, denn Gewohnheit macht mich traurig. Und schon fällt mich was ein, was ich euch auf den Weg geben mag, aus dem SEHR inspirierenden Buch das ich gerade lese: „Gewohnheit verändert unsere Sicht auf die Dinge. Sie stumpft unsere Sinne ab. Glückliche Zeiten bemerken wir erst, wenn sie unglücklicheren weichen. Ich habe manchmal das Gefühl, je mehr Gutes in unser Leben fließt, desto schwächer wird die Empfindsamkeit dafür.“ Und hier das mindestens genauso gute Gegenargument: „Wenn du mich fragst, hat die Natur die Gewohnheit erfunden, um das Schlechte in unserem Leben aushalten zu können. Stell dir vor, fortwährendes Leid hätte dieselbe Kraft wie der erste Schlag. Kein Mensch könnte das ertragen.“

So, nun entlasse ich euch wieder in euer inspirierendes und täglich neues Leben mit all seinen Gewohnheiten.

Standard
GedankenTexte

Schattenseiten der Neujahrsvorsätze

schnee.jpg

Es ist einer dieser Vorsätze die nicht nur so dahin gesagt werden, es ist ein Vorsatz der sich anfühlt als würde er mein Leben auf ein neues Level bringen. Ein Vorsatz von dem ich zu wissen meine, dass er notwendig ist, ohne den ich nicht weitermachen möchte. Es ist der Vorsatz mich dieses Jahr wieder intensiver mit dem Schreiben zu beschäftigen. Das Schreiben war es, was mir 2016 am meisten gefehlt hat, und das möchte ich von 2017 nicht behaupten müssen. Ich möchte besser werden, meinen Stil festigen und Wiedererkennung erlangen. Ich möchte meine Gedanken und Weltanschauung aufschreiben, sie für immer festhalten und gleichzeitig mit Menschen teilen. Ich habe lange darüber nachgedacht wie und wo ich das machen soll. Die große Eingebung hatte ich noch nicht, aber der stärkste Impuls riet mir dazu es hier zu versuchen, obwohl oder gerade weil ich hier nicht viele Leser habe. Denn für den Anfang, und solange ich noch nicht so recht weiß wo mich diese Reise hinführt, passt mir der kleine Rahmen ganz gut. Hier in diesem vertrauten Kreis, inmitten von mitfühlender und rücksichtsvoller Menschen fühle ich mich sehr viel wohler, als im Haifischbecken-Internet, mit seinem Riesenmaul voller vernichtender Hass-Raisszähne. Dafür bin ich eh noch nicht bereit, denn ich musste kürzlich über mich lernen, dass ich mit Kritik immer noch ganz schlecht umgehen kann, aber dazu ein anderes mal mehr.

Langer Rede kurzer Sinn, ich werde euch hier ab sofort regelmäßig mit einer Kolumne beglücken. Definition Kolumne übrigens: „regelmäßig erscheinender Meinungsbeitrag eines Journalisten in einer Zeitung oder Zeitschrift (Anm. der Redaktion: oder Blog).“ Ich habe nämlich sehr oft Eingebungen, tolle Ideen und Geistesblitze die ich nicht länger für mich behalten möchte. Außerdem möchte mein Schreiben endlich auf das nächste Level bringen, es zu einer Selbstverständlichkeit werden lassen. Ich möchte am Ende des Jahres diesen Text lesen und mich ein bisschen dafür schämen, dass ich das nicht besser konnte.

Ich werde hier aber auch weiterhin (oder besser gesagt wieder) alle meine kreativen Ergüsse präsentieren, und das wieder regelmäßig.

Hach, das klingt alles so schön und toll, wichtig und entschlossen, dabei weiss ich dass dieses Jahr so viele große und neue Herausforderungen auf mich warten. Noch bin ich guter Dinge und Zuversicht. Mal sehen was das Jahr bringt.

Standard
GedankenTexte, Selbstliebe

Ein paar Gedanken zu meinem persönlichen 2016

Copy and Paste ist nicht so ganz mein Stil, aber da ich der Meinung bin, dass ich hier 2-3 andere Leser habe, als auf ERGOThek möchte ich die eben veröffentlichen Gedanken zum meinem Jahr 2016 hier einfach rebloggen. Und auch euch vielen Dank, liebe SchattenSEITE Leser. Ich hoffe 2017 wird unser Jahr

ergothek

Ach, wie mir das Schreiben doch fehlt. Aber so ist es eben mit Hobbies, die haben zwar Priorität im Herzen, aber das Leben hat dann doch meist andere Pläne. Aber heute bin ich spontan, stehle mir von irgendwoher 2 Minütchen und lasse, zwar nur kurz dafür intensiv, mein Herz ans Papier. Denn es ist mir ein Anliegen diese Worte zu meinem 2016 mit euch zu teilen, denn auch ihr gehört schon eine ganze Weile zu meinem Leben. Vielen Dank dafür! Danke für das tolle Jahr 2016 auf ERGOThek. Ohne euch wäre das Bloggen nur halbsolustig.

So schlecht dieses Jahr auch für die Welt war, für mich war es ein gutes Jahr. Ich musste mir zwar ein halbes Jahr lang eine tolle 2te Jahreshälfte erkämpfen, die jetzt gegen Ende schon fast großartig geworden ist, aber die Tatsache dass es mir so gut gelungen ist, macht mich umso stolzer … Ich war zum ersten Mal ein…

Ursprünglichen Post anzeigen 453 weitere Wörter

Standard
GedankenTexte, Kunst, Zeichungen

Show Your Work! – Paper Wolf

Dass ich eine (wenig aufwendige) Methode für mich gefunden habe, wieder den Stift zu schwingen, macht etwas großes mit meiner Zufriedenheit. Es hat mir so sehr gefehlt, das Zeichnen. Es gehörte Jahrzehnte lang zu meinem Leben und war dann einfach weg. Musste anderen Dingen Platz machen, und schaffte es dann leider nie mehr zurück in die Prioritätenliste … bis jetzt. Es macht mich richtig glücklich, diese kleinen Kunstwerke in meinen Händen halten zu können. Und ich kann das händischen Zeichnen mit meinen (noch sehr amateurhaften) grafischen Fähigkeiten verbinden, und diese damit auch verfeinern. Denn irgendwann möchte ich ja ein Buch illustrieren können.

Die Stimmung war richtig für einen Wolf. Den Wolf fürchten die Menschen. Der Wolf ist aus menschlichen Mythologien, Sagen und Märchen sowie der Literatur und Kunst nicht wegzudenken. Kein anderes Tier löst beim Menschen derartig ambivalente Gefühle aus wie der Wolf. Der Mensch verehrt den Wolf und erkennt ihn als das ihm überlegene Tier an, und gleichzeitig projiziert er auf die „Bestie“ die er in ihm sieht alle seine Ängste.

Außerdem kenne ich einen ganz lieben Wolf, der sich über die Zeichnung hoffentlich freuen wird. Ich habe natürlich dich gezeichnet, lieber Stepnwolf. 🙂

bilderlayoutwolf

wolf

 

Standard
GedankenTexte, Kunst, Zeichungen

Show Your Work! – „Nevermore“

open.jpg

… when, with many a flirt and flutter,
In there stepped a stately raven of the saintly days of yore;
Not the least obeisance made he; not an instant stopped or stayed he;
But, with mien of lord or lady, perched above my chamber door –
Perched upon a bust of Pallas just above my chamber door –
Perched, and sat, and nothing more.

Then this ebony bird beguiling my sad fancy into smiling,
By the grave and stern decorum of the countenance it wore,
„Though thy crest be shorn and shaven, thou,“ I said, „art sure no craven,
Ghastly grim and ancient raven wandering from the Nightly shore –
Tell me what thy lordly name is on the Night’s Plutonian shore!“
Quoth the raven „Nevermore.“

(Ein Auszug aus Edgar Allan Poe’s – The Raven)

bilderlayout.jpg

halloween

Ich mache wieder ein bisschen Kunst. So richtig von Hand mit Stift, Kamera und im Photoshop ein bisschen ausfüllen. Ausmalen mag ich nämlich nicht. Nicht dass ich es nicht könnte, es dauert mir nur viel zu lange – und ausserdem ist es eine unnötige Stiftverschwendung. Der Vorteil: Ich habe das Bild sofort digital zur Verfügung. Der Nachteil: Ich habe nur ein halb fertiges Bild auf dem Papier.

Mein schöner Rabe, das von mir für mich erwählte Krafttier ist nicht das einzige Bild, das ich erstellt habe. Es ist schon das dritte, dieser „Kreis-Reihe“. Die anderen beiden zeige ich euch natürlich auch sehr gerne, aber erstmal ein bisschen Making of, schließlich heißt die Rubrik „Show Your Work“ … Ach und HAPPY HALLOWEEN

 

baum.jpg

Das erste Bild, das die Reihe eröffnen durfte, hatte natürlich mein allerliebstes Motiv, einen BAUM. Ich würde gerne mehr dazu schreiben, aber ich habe mir noch nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht, warum ich Bäume so sehr liebe, und ich liebe sie wirklich sehr. Spontan würde ich sagen, weil sie Schatten spenden, und ich liebe die Schattenseite der Sonne. Ich liebe sie auch weil sie groß und stark sind, weil sie schön sind auf ihre eigene Art, jeder einzelne von ihnen. Ich mag es wie sie sich anfühlen und wie sie riechen. Ich mag es, dass sie unglaublich alt werden, und ganz ruhige Stille Beobachter sind. Ich mag es auch wie sie klingen, wenn der Wind ihre Blätter berührt. Ich mag es wie sie alle zusammen zu einem Wald verschmelzen, und dadurch die schönste Atmosphäre erschaffen, die es gibt. Ich mag auch einen einzelnen Baum, der einsam auf einer Wiese lebt. Und ich wünsche mir, irgendwann mal meinen eigenen Baum zu besitzen, unter den ich mich setzen kann, wann immer ich will, um einfach von ihm zu lernen wie man ruhig und still wird, wie man einfach ist wie man ist … Das aber nur so spontan, da gibt es sicher noch einiges mehr was ich über Bäume schreiben könnte.

kreisfülle_baum.jpg

bilderlayouthand.jpg

Motiv Nummer 2, war auch mein 2t liebstes Motiv überhaupt. Eine Hand. Ich liebe ja Hände fast so sehr wie Bäume. Und nun habe ich das Gefühl, ich muss hier auch noch mehr dazu schreiben, aber mir fällt nichts ein, außer dass mich Hände faszinieren, seit ich denken kann. Ich liebe Hände, schöne Hände und vor allem gezeichnete Hände. Und ja, ich sehe den Menschen zuerst (ins Gesicht und dann) auf die Hände.

Das fertige Kunstwerk

 

Standard
GedankenTexte, Selbstliebe

Zufällige Wörter – Introversion

Ich finde es auch sehr schade, dass hier aktuell so selten etwas geschieht, aber Kreativität braucht Zeit und Energie. Beides Dinge, die zu einem seltenen und wertvollen Gut geworden sind im letzten Monat. Doch Gedanken sind da und sie müssen aus dem Kopf. Sie müssen sich entfalten, oder verpuffen je nachdem welcher Art sie sind. Ich bin Meisterin der Verpackung, also verpacke ich meine aktuelle Situation in ein Text über Introversion, einem zufälligen Wort. Oder vielleicht doch nicht so zufällig?

Introversion

Zur Erklärung: „Introversion und Extraversion sind zwei Pole einer Persönlichkeitseigenschaft, die durch die Interaktion mit der Umwelt charakterisiert wird. Den Begriffen nach bezeichnet Introversion eine nach innen, Extraversion eine nach außen gewandte Haltung.“

Jeder von uns ist entweder oder. Ich bin entweder, und nicht stolz darauf. Eine meiner unliebsten Eigenschaften. Ich bin die, die verdammt gerne oder wäre, aber nicht so richtig daran glaubt es werden zu können. Ist man das einfach? Ist es angeboren? Kann man Extraversion lernen, wenn man ein Leben lang auf der Introversion-Seite des Lebens gewandelt ist? Ich fange ehrlich gesagt erst jetzt so richtig damit an daran zu arbeiten. Ich möchte bald oder werden. Und meine besagte aktuelle Situation trägt nicht richtig dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. Seit ich nicht mehr meinen 9 to 5 Job ausübe, pflege ich den regelmäßigen Kontakt zu Menschen auch nicht mehr so sehr. Gut für meine Introversion, sehr schlecht für das Streben nach dem Gegenteil. Ich lebe schon sehr viele Jahre damit entweder und nicht oder zu sein, und ich habe mich im Prinzip auch daran gewöhnt, denn ich kenne das Leben nur aus dieser zurückhaltenden Perspektive. Mein gesamtes Handeln und Denken basiert auf dieser introvertierten Tatsache. Ein Umdenken würde alles verändern.

Ich tausche meine Introversion trotzdem gerne gegen eine gepflegte und bodenständige Extraversion, denn alles verändern würde alles einfacher werden lassen, bedeuten. Die Prämisse dafür wäre meiner Meinung nach gegeben, es fehlt nur noch dieser eine Rat, der aus dem Nichts bekommt, der sich dann direkt ins Persönlichkeitszentrum des Gehirns schießt, da auf den Tisch klopft und für eine Weile die Führung übernimmt.

Das Wort klingt viel stärker als seine Bedeutung es vorgibt.

Es ist die INTRO Version meiner Selbst, also nur „eine kurzgefasste thematisch bezogene Einleitung in den kompletten Inhalt“ meiner Persönlichkeit.  

Standard
Allgemein, GedankenTexte, Selbstliebe

Zufällige Wörter – Formalismus

Ich habe kürzlich beim Kollegen von Unmus einen Artikel gelesen, in dem er darüber schreibt, dass er Ideen eigentlich gar nicht so mag. Sie kommen einfach uneingeladen vorbei und machen nur Arbeit. Kurz darüber nachgedacht, musste ich ihm vollkommen Recht geben. Ich mag Ideen eigentlich auch nicht so. Aber sie kommen trotzdem, und das nicht nur einmal im Monat, nein sie klopfen täglich an meine Oberstübchentür. Die Folge dieser Erkenntnis: Life Goal Nummer 1: Mal soweit kommen, dass man alle Zeit der Welt hat Ideen umzusetzen, oder es sich irgendwann leisten können Mitarbeiter einzustellen die diese Ideen umsetzten – was aber das weniger gute Ziel wäre, denn nicht alle Ideen lassen sich von anderen umsetzen, meist muss man selbst ran.

Und stellt euch von, ich hatte eine Idee. Eine die sich nicht abschütteln ließ, eine die umgesetzt werden musste. Ich liebe ja das Schreiben – offensichtlich. Und ich liebe Wörter, weil man damit Texte anfertigen kann. Nun möchte ich diese netten kleinen Helfer ehren und mal über sie schreiben. Ich möchte über Wörter Philosophieren. Zufällige Wörter. Wörter die ich mit Augen zu und Finger drauf aus dem Duden Fremdwörterbuch (ich hatte kein anderes griffbereit) herauspicke. Das heutige Wort ist ein tolles Wort:

Formalismus

Zur Erklärung, Duden sagt Formalismus ist „Überbetonung der Form, des Formalen“ bzw. „Übertriebene Berücksichtigung der Äußerlichkeiten“.

Ich klammere mich mal an diese zeitgemäße Definition der übertriebenen Berücksichtigung der Äußerlichkeiten, denn stellt euch vor dieses Thema beschäftigt mich schon nahezu mein Leben lang. Ob es nun in der Kunst ist, in meiner Arbeit als Architektin oder persönlich. Formalismus liegt in der Natur des Menschen und wird einfach akzeptiert. Ich für meinen Teil bin und war nie Fan davon. Bin mehr von seinem Gegenteil überzeugt: „Form Follows Function“, womit der gute alte Horatio Greenough schon 1852 recht hatte. Ich habe schon immer Kunst gemacht die von ihrer Aussage profitiert. Ich habe Bilder immer zu einem Thema gemalt, nie einfach aus dem Gefühl heraus. Ich habe Gebäude entworfen, die in erster Linie für den Menschen funktionieren. Und das schönste, an der Verinnerlichung arbeite ich aktuell noch, meine äußere Hülle folgt den Funktionen des Apparates der mich am Leben erhält. DAS war übrigens auch die wichtigste Erkenntnis auf meiner Suche nach Selbstliebe (tut mir übrigens leid, dass ich keine weiteren Artikel darüber verfasst habe, aber es waren einfach sehr viele Informationen, die ich erstmal selbst verarbeiten musste). Kurze Erklärung zu dieser bahnbrechenden Erkenntnis – Meine liebsten Lebewesen auf der Welt, die Bäume, die verurteilt keiner. Kein Mensch geht durch den Wald, sieht sich einen Baum an und denkt: „Mensch, ist das ein häßlicher Baum. Viel zu dick und voll schief. Das sieht doch furchtbar aus.“ Gibt bestimmt auch solche Menschen auf der Welt, aber der Großteil von uns hat nicht solche Gedanken. Man lässt sie einfach so sein wie sie sind und denkt nicht weiter darüber nach. Wäre die Welt nicht ein viel besserer Ort, wenn wir das mit Menschen auch so handhaben würden? Wir sind doch auch alle genauso wie wir sind am schönsten. Wäre die Welt nicht viel schöner ohne Formalismus?

Ich für meinen Teil bleibe dabei, dass ich keine Formalistin bin und IMMER hinter der Fassade nach Erfüllung suche.

Das Wort ist aber schön. 

Standard