Collagen, Fotografie, GedankenTexte

Es wird wieder besser werden.

Sie verändert sich, die Welt in mir, und die Wahrnehmung von der da draußen zieht mit. Ich bin müde, weil alles anstrengend geworden ist. Am Wetter kann es diesmal nicht liegen, denn was wäre ich für ein Mensch, wenn ich ständig nur das Wetter für meinen Gemütszustand verantwortlich machen würde? Bin ich also müde, weil es die Welt da draußen ist? Ist es die Anstrengung all das ertragen zu müssen, was die Menschenwelt da draußen aus sich macht? Meine innere Welt ist empfindlich geworden, kann sich von der da draußen nicht mehr abgrenzen. Gerade dachte ich noch, ich wäre endlich angekommen, nach so vielen Jahren in denen ich an dem Leben das ich jetzt habe gearbeitet hatte. Aber gerade bin ich nicht in meiner Welt, ich habe mich nach draußen gewagt, und das Wetter … ja das tut auch seinen Teil. Ich reagiere empfindlich auf menschliches Verhalten. Die Welt in mir zittert. Sie realisiert und hat … nein Angst ist es nicht, sie erlebt nur ein unschönes Erwachen. Denn es wird doch immer nochmal schlimmer, bevor es besser wird, sagt die Erfahrung. Im Augenblick ist es gut, nur dass die Zeiten, als man sich noch über das Wetter unterhalten hat, vorbei sind. Aber die Wolken und die Sonne sind noch da. Der Regen auch. Ich kann es bezeugen. Der Wind, die Bäume und die Katzen. Alle noch da draußen, in der Welt, die sich noch immer im gleichen Rhythmus dreht. Noch ist sie nicht aus der Bahn geraten. Nur die Menschen, die verunsichern mich, heute und gestern auf jeden Fall. Aber morgen, morgen vielleicht etwas weniger, hoffentlich.

... getting better

Es wird wieder besser werden!

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GedankenTexte

Multitasking ist auch nicht mehr das was es mal war

„Zeitalter der Kommunikation“, genau!

Ich bin prinzipiell sehr bemüht aufmerksam durchs Leben zu gehen. So kommt es, dass ich Dingen die sich zu wiederholen scheinen allergrößte Aufmerksamkeit schenke. Hier ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit. Ich stoße immer wieder auf Texte von Menschen, die ihre Bedenken gegenüber diesem unserem Zeitalter äußern. Da kam ich natürlich nicht umhin, mich auch näher damit zu beschäftigen, vor allem weil ich dem Auslöser für mein ständiges überfordertsein, schon länger auf den Grund gehen wollte. Da begann es langsam zu dämmern. Könnt ihr euch auch noch daran erinnern, als wir Geburtstage und sogar Telefonnummern noch im Kopf hatten? Ich erinnere mich an eine Situation in der Schule, als wir zu Taschenrechnerzeiten Kopfrechnen geübt haben, und ich mich fragte was das für einen Sinn das machen soll, wenn es doch dafür Geräte gibt. Ich glaube so um die Zeit fing es langsam an, dass technische Geräte in Taschengröße uns Denkarbeit abnahmen. Aber das war noch keine große Sache, es war eine Hilfe, eine Erleichterung für das eh schon fleißige Gehirn. Und keiner mag Kopfrechnen. Später dann, in der HTL (weiterführende technische Schule) mussten wir und sogar programmierbare Taschenrechner kaufen, die komplexe Formeln rechnen, und sogar kleine Mathematischen Programme ausführen konnten. Man konnte allerdings auch Tetris damit spielen und Schummelzettel eintippen. So ging es weiter, und Schritt für Schritt wurde unser Gedächtnis immer fauler. Das einzige was es noch leisten muss ist Multitasking, und darin ist es mittlerweile wirklich echt großartig. Ihr müsst wissen ich stamme aus einer Zeit in der Multitasking etwas besonderes und erstrebenswertes war. Kürzlich las ich, dieses Multitasking von dem keiner mehr spricht, wäre gar nicht mehr zeitgemäss. Multitasking könne heutzutage jeder, muss jeder können und praktiziert jeder. Sich auf eine Sache zu konzentrieren, das ist heute die Kunst die er zu beherrschen  erstrebenswert wäre.

Und das war der Auslöser. Dieser Gedanke, den habe ich dringend gebraucht!

Ich wußte mal wie das geht. Es gab Zeiten, da habe ich mich auf eine Sache konzentriert und stand nicht unter Zwang noch 5 andere gleichzeitig tun zu müssen. Es gab sogar eine Zeit in der ich sogar wusste was Langeweile ist. Ich möchte das wieder lernen. Ich will mein Gehirn wieder für mehr als Multitasking verwenden. Ich will die Fähigkeit, mich wieder auf eine Sache zu konzentrieren, zurückhaben. Und wenn das geschafft ist, wird die Aufmerksamkeitsspanne, die mittlerweile auf die Länge eines Tweets geschrumpft ist, auch wieder wachsen und gedeihen.

Im selben Artikel wurden mir übrigens Apps empfohlen, die mir dabei helfen sollen „das Multitasking zu verlernen“ indem ich mich weniger vom Smartphone ablenken lasse. Wie paradox ist das denn? Und ich war sogar sofort Feuer und Flamme und innerhalb von Sekunden schon im Appstore. Als ich dann herausgefand, dass die App durchgehend meinen aktuellen Ort trackt und dadurch auch noch wahnsinnig viel Akku braucht, ließ ich es doch sein. Zum Glück. Stattdessen fing ich an meinen Gedanken zum besagten Thema zu vertiefen.

Ich dachte weiter nach, und musste mir die Frage stellen: Brauche ich wirklich für alles eine App? Kann ich denn gar nichts mehr selber? Will ich überhaupt noch irgendetwas selber tun und denken oder bin ich eh schon zu faul geworden und verlasse ich mich lieber auf die unfassbar fortschrittliche Technik, die mir mein Tun und Denken „abnimmt“? Bekannte Bilder im Kopf. Idiocracy? Ein ganz klares JA zum selber denken. Der faule Denkappartat muss wieder ordentlich schuften lernen. Die Technik soll mir ab sofort zwar dienen, aber mich nicht mehr beherrschen. Nur weil es da ist, und ich die Möglichkeit habe es zu nutzen, heißt das noch lange nicht, dass ich es auch brauche, geschweige denn nutzen muss. Es wird radikal. Ich werde bestimmt auch ein kleines Schlachtfeld hinterlassen, aber danach wird es mir besser gehen.

Die allerersten Schritte sind schon getätigt. Ich habe schon Ordnung geschaffen, auf all meinem Netzwerken. Ich habe alles gelöscht was überflüssig war. Ich habe auch auf dem Computer in Taschenformat Ordnung gemacht, habe mich auch von 100en von Apps gelöst und die allerbeste Entscheidung überhaupt getroffen. Ich habe die Mitteilungszentrale auf stumm geschaltet. Und siehe da, die Nachrichten sind auch noch da, wenn ich das nächste mal … freiwillig … auf das schlaue Telefon schaue. 5 Tage sind vergangen seitdem ich nicht sofort sehe wenn ein Mail reinkommt, mich jemand bei Twitter erwähnt oder mich über Wahtsapp kontaktiert.

Ich schaue jeden Tag um einiges weniger auf die Gehirnprothese in Taschenformat. Und ich fühle mich jetzt schon so viel freier und leichter als noch vor ein paar Tagen. Jeden Tag denke ich den Gedanken noch klarer, und genieße immer mehr die Freiheit, die ich mir selbst und ohne es zu merken genommen hatte. 

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Fotografie

Ohne schönes Motiv, keine schönen Fotos

Was ich kürzlich gelernt habe: 

Ein Foto ist niemals objektiv. Fotografie ist immer ein subjektiver Blick des Fotografen auf Dinge und Geschehnisse. Der Blickwinkel ist angeschnitten und inszeniert und damit ein verzerrter Ausschnitt der Wahrheit.

Außerdem habe ich gelernt, dass: 

dadurch dass unsere Wahrnehmung mehrdimensional ist, und uns unsere Sinne  Informationen über die Umgebung zuspielen, wie Geräusche, Düfte, Lichtverhältnisse etc., wir die Welt und die Zeit sozusagen in „echt“ erleben. Ein Foto hingegen ist ein Sekundenbruchteil dieser echten Szene, eine Momentaufnahme des großen Erlebnisses, das wir in echt wahrnehmen. Ohne Geräusche oder andere sinnliche Informationen. Genau aus diesem Grund finden wir es langweilig wenn wir mit abertausenden von Fotos vom Erlebten der Freunde „gequält“ werden. Schließlich war man nicht dabei, kann also die erlebten Emotionen nicht nachvollziehen, sie nicht mit den Abbildern davon verbinden und wieder hervorrufen. Ich hoffe ihr mögt meine Bilder vom „Lünersee“ trotzdem bestaunen und bewundern, und findet sie nicht langweilig.

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Hier noch, für die die es interessiert, ein paar Infos zum See: 

Der „Lünersee“ ist einer der größten Seen im österreichischen Bundesland Vorarlberg in der Gemeinde Vandans. (Ich lebe schon 24 Jahre in Vorarlberg und war zum ersten Mal an diesem magischen Ort. Vielleicht waren wir bisher einfach noch nicht bereit füreinander)

Er liegt auf einer Höhe von 1970 m ü. A. (dementsprechend frisch war es da natürlich) am Fuße der Schesaplana. 1959 vergrößerte die Vorarlberger Illwerke AGdas Speichervolumen des Sees mit einer Staumauer. Sie nutzt seitdem das Wasser zur Stromerzeugung im Lünerseewerk. (Qulle: Wikipedia)

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Collagen, Grafikdesign

Vom Lernstoff inspiriert

Vom neuen Lernstoff inspiriert, ist endlich wieder eine Collage entstanden. Monat 3 meiner Grafikdesign Ausbildung beschäftigt sich nämlich mit Bild, Bildbearbeitung und Fotografie. Da gehören natürlich Collagen dazu. Es wird immer besser und spannender und schöner. Einfach fabelhaft, diese Sache mit mir und dem Grafikdesign.

Wir sollten (nur so für uns) 3 Collagen erstellen. Gefordert war diese mit echten Fotos, aus echten Zeitschriften zu erstellen. Leider besitze ich derartiges nicht, somit mussten das gute alte Internet und sein Freund Photoshop herhalten. Das Thema ist Stadt-Land (die anderen 2 wären „Celebrity“ und „Tierwelt“ gewesen. Mache ich bei Gelegenheit vielleicht auch noch). Jedenfalls liebe ich das Ergebnis. Und ich glaube von all meinen kreativen Ausbrüchen, liebe ich die Collagen am meisten. Allerdings scheinen genau diese am wenigstens zugänglich zu sein. Schade eigentlich.

stadt-lang collage

 

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