GedankenTexte, Kunst, Zeichungen

Show Your Work! – „Nevermore“

open.jpg

… when, with many a flirt and flutter,
In there stepped a stately raven of the saintly days of yore;
Not the least obeisance made he; not an instant stopped or stayed he;
But, with mien of lord or lady, perched above my chamber door –
Perched upon a bust of Pallas just above my chamber door –
Perched, and sat, and nothing more.

Then this ebony bird beguiling my sad fancy into smiling,
By the grave and stern decorum of the countenance it wore,
„Though thy crest be shorn and shaven, thou,“ I said, „art sure no craven,
Ghastly grim and ancient raven wandering from the Nightly shore –
Tell me what thy lordly name is on the Night’s Plutonian shore!“
Quoth the raven „Nevermore.“

(Ein Auszug aus Edgar Allan Poe’s – The Raven)

bilderlayout.jpg

halloween

Ich mache wieder ein bisschen Kunst. So richtig von Hand mit Stift, Kamera und im Photoshop ein bisschen ausfüllen. Ausmalen mag ich nämlich nicht. Nicht dass ich es nicht könnte, es dauert mir nur viel zu lange – und ausserdem ist es eine unnötige Stiftverschwendung. Der Vorteil: Ich habe das Bild sofort digital zur Verfügung. Der Nachteil: Ich habe nur ein halb fertiges Bild auf dem Papier.

Mein schöner Rabe, das von mir für mich erwählte Krafttier ist nicht das einzige Bild, das ich erstellt habe. Es ist schon das dritte, dieser „Kreis-Reihe“. Die anderen beiden zeige ich euch natürlich auch sehr gerne, aber erstmal ein bisschen Making of, schließlich heißt die Rubrik „Show Your Work“ … Ach und HAPPY HALLOWEEN

 

baum.jpg

Das erste Bild, das die Reihe eröffnen durfte, hatte natürlich mein allerliebstes Motiv, einen BAUM. Ich würde gerne mehr dazu schreiben, aber ich habe mir noch nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht, warum ich Bäume so sehr liebe, und ich liebe sie wirklich sehr. Spontan würde ich sagen, weil sie Schatten spenden, und ich liebe die Schattenseite der Sonne. Ich liebe sie auch weil sie groß und stark sind, weil sie schön sind auf ihre eigene Art, jeder einzelne von ihnen. Ich mag es wie sie sich anfühlen und wie sie riechen. Ich mag es, dass sie unglaublich alt werden, und ganz ruhige Stille Beobachter sind. Ich mag es auch wie sie klingen, wenn der Wind ihre Blätter berührt. Ich mag es wie sie alle zusammen zu einem Wald verschmelzen, und dadurch die schönste Atmosphäre erschaffen, die es gibt. Ich mag auch einen einzelnen Baum, der einsam auf einer Wiese lebt. Und ich wünsche mir, irgendwann mal meinen eigenen Baum zu besitzen, unter den ich mich setzen kann, wann immer ich will, um einfach von ihm zu lernen wie man ruhig und still wird, wie man einfach ist wie man ist … Das aber nur so spontan, da gibt es sicher noch einiges mehr was ich über Bäume schreiben könnte.

kreisfülle_baum.jpg

bilderlayouthand.jpg

Motiv Nummer 2, war auch mein 2t liebstes Motiv überhaupt. Eine Hand. Ich liebe ja Hände fast so sehr wie Bäume. Und nun habe ich das Gefühl, ich muss hier auch noch mehr dazu schreiben, aber mir fällt nichts ein, außer dass mich Hände faszinieren, seit ich denken kann. Ich liebe Hände, schöne Hände und vor allem gezeichnete Hände. Und ja, ich sehe den Menschen zuerst (ins Gesicht und dann) auf die Hände.

Das fertige Kunstwerk

 

Advertisements
Standard
GedankenTexte, Selbstliebe

Zufällige Wörter – Introversion

Ich finde es auch sehr schade, dass hier aktuell so selten etwas geschieht, aber Kreativität braucht Zeit und Energie. Beides Dinge, die zu einem seltenen und wertvollen Gut geworden sind im letzten Monat. Doch Gedanken sind da und sie müssen aus dem Kopf. Sie müssen sich entfalten, oder verpuffen je nachdem welcher Art sie sind. Ich bin Meisterin der Verpackung, also verpacke ich meine aktuelle Situation in ein Text über Introversion, einem zufälligen Wort. Oder vielleicht doch nicht so zufällig?

Introversion

Zur Erklärung: „Introversion und Extraversion sind zwei Pole einer Persönlichkeitseigenschaft, die durch die Interaktion mit der Umwelt charakterisiert wird. Den Begriffen nach bezeichnet Introversion eine nach innen, Extraversion eine nach außen gewandte Haltung.“

Jeder von uns ist entweder oder. Ich bin entweder, und nicht stolz darauf. Eine meiner unliebsten Eigenschaften. Ich bin die, die verdammt gerne oder wäre, aber nicht so richtig daran glaubt es werden zu können. Ist man das einfach? Ist es angeboren? Kann man Extraversion lernen, wenn man ein Leben lang auf der Introversion-Seite des Lebens gewandelt ist? Ich fange ehrlich gesagt erst jetzt so richtig damit an daran zu arbeiten. Ich möchte bald oder werden. Und meine besagte aktuelle Situation trägt nicht richtig dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. Seit ich nicht mehr meinen 9 to 5 Job ausübe, pflege ich den regelmäßigen Kontakt zu Menschen auch nicht mehr so sehr. Gut für meine Introversion, sehr schlecht für das Streben nach dem Gegenteil. Ich lebe schon sehr viele Jahre damit entweder und nicht oder zu sein, und ich habe mich im Prinzip auch daran gewöhnt, denn ich kenne das Leben nur aus dieser zurückhaltenden Perspektive. Mein gesamtes Handeln und Denken basiert auf dieser introvertierten Tatsache. Ein Umdenken würde alles verändern.

Ich tausche meine Introversion trotzdem gerne gegen eine gepflegte und bodenständige Extraversion, denn alles verändern würde alles einfacher werden lassen, bedeuten. Die Prämisse dafür wäre meiner Meinung nach gegeben, es fehlt nur noch dieser eine Rat, der aus dem Nichts bekommt, der sich dann direkt ins Persönlichkeitszentrum des Gehirns schießt, da auf den Tisch klopft und für eine Weile die Führung übernimmt.

Das Wort klingt viel stärker als seine Bedeutung es vorgibt.

Es ist die INTRO Version meiner Selbst, also nur „eine kurzgefasste thematisch bezogene Einleitung in den kompletten Inhalt“ meiner Persönlichkeit.  

Standard