GedankenTexte, Kolumne

SchattenSEITE Kolumne #1 – Zum Thema INSPIRATION

Lange hat es gedauert, die erste Kolumne in die Welt hinaus zu lassen, und das obwohl ich sie 2 Tage nach der Ankündigung des neuen Formats schon verfasst hatte. Es hat etwas mit Hemmungen zu tun, und damit dass ich nicht sicher war, ob das Thema gut genug ist, für die erste Kolumne. Schlussendlich kam noch dazu, dass mir die Inspiration plötzlich abhanden kam und ich mich mit dem Text gar nicht mehr identifizieren konnte. Nun kehrt sie langsam wieder zurück, meine Inspiration und es wird Zeit diesen Artikel einfach loszulassen … gelesen wird er eh nicht von der ganzen Welt. Wichtig ist, den ersten Schritt zu wagen, damit die nächste folgen können. 

Ich möchte euch erzählen was mich momentan inspiriert und dadurch auch motiviert. Ich brauche immer wieder Neues in meinem Leben, denn Stillstand ertrage ich nicht. So inspiriert wie heute war ich allerdings nicht immer. Ich frage mich immer wieder warum ich früher nie das Bedürfnis hatte so viele kreative Dinge auf einmal zu tun? Damals als ich noch Zeit hatte, als ich zu Schule ging, als ich studiert habe. Aber da war ich noch nicht Anwender all dieser sozialen Netzwerke, und kannte auch die Blogosphäre nicht. Und so inspirierend fand ich die Menschen um mich herum auch nie, denn am Entstehen war, und ich meinen Platz darin noch nicht gefunden hatte. Ich habe mir nun einen über die Jahre erarbeitet und fühle mich mittlerweile auch sehr wohl da. Das Ding ist nur, die vielen inspirierten Menschen, die darin wohnen, überfordern mich manchmal. Ich muss noch lernen zu filtern, und ich muss meine Prioritäten überdenken … schon wieder.

Nun zu dem was mich INSPIRIERT

Das was aus der Masse heraussticht: Ein besonderer Internetmensch

Es gibt da eine Bloggerin, die hat mich mit ihrem Blog und ihrer ganzen Art zu dieser Kolumne inspiriert. Sie ist, glaube ich, das Internetlebewesen dem ich am längsten meine Aufmerksamkeit schenke. Sie hat sich über die Jahre von einem Modemädchen mit Modeblog zu einer sehr inspirierenden starken erwachsenen Frau mit viel Herz und Verstand entwickelt. Was ich früher unterhaltend fand, empfinde ich jetzt als sehr inspirierend. Ihr Schreibstil ist unverwechselbar (wenn auch eindeutig anfangs von der berühmten Carrie Bradshaw inspiriert), und ihre verfassten Gedanken immer wieder anregend. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal etwas von ihr gelesen habe, ohne sofort den Impuls zu verspüren mich selbst an den Schreibtisch zu setzen und tolle Sätze zu produzieren. Ihr Leben ist zwar ein gänzlich anderes als meins, die Themen überschneiden sich auch kaum, aber dieser Gedanke der Internetwelt mehr von dem preiszugeben was in meinem Kopf stattfindet, gefällt mir.

Der treue Begleiter im Abo: FLOW

Was mich noch inspiriert? In der Zeitschrift FLOW habe ich meinen absoluten Lebens Guru gefunden (gibt es übrigens ab sofort auch für Männer und nennt sich WOLF – tolles Wortspiel). In diesen Artikeln steckt so viel Wahres über das Leben, menschliches Verhalten und Kreativität. Sie ist voller guter Tips und Anregungen, und ist zudem sehr liebevoll gestaltet. Ich lerne daraus so viel über mich selbst, dass es fast schon unheimlich ist. Es gab sogar ein ganzes Special in dem es einzig um Bücher ging. Man kann über Bücher tatsächlich so einiges Schreiben und lesen. Wusste ich auch nicht. Ich  konnte mir da ein paar Großartigkeiten über Leseverhalten herauspicken, die ich aktuelle praktiziere. In diesem Moment liegt die FLOW auch neben mir, und sobald ich diese Kolumne fertig abgetippt habe, werde ich den Artikel über die Beziehung zur eigenen Familie lesen.

Bildende Kunst in Schriftform: BRUSH LETTERING

Ich zeichne wieder ein bisschen. Im Moment hauptsächlich Buchstaben. Diese aktuell sehr beliebte Kunstform nennt sich „Brush Lettering“ und bereitet mir unheimlich viel Spaß. Ich hatte vor einer Weile schon mal einen Anlauf gestartet und wollte diese Kunst erlernen, aber als es nicht auf Anhieb klappte, habe ich es wieder gelassen. Da hat der Zeitpunkt einfach nicht gestimmt. Jetzt ist er dafür umso richtiger. Die richtige Sache zur richtigen Zeit, kann sehr viel Spaß und sogar Entspannung bringen. Das ist quasi mein Schreib-Yoga. Ich bin noch weit davon entfernt es richtig gut zu beherrschen, aber ich mache meine täglichen Übungen, und so sieht das Ganze aktuell aus. Irgendwie hat gerade das unperfekte auch seinen Reiz. Finde ich.

inspirationneu

Meine aktuelle Inspirationsquelle dafür ist Instagram. Da kann ich mir immer angucken was andere so „lettern“. Und wenn ihr gerne an meinem Lernfortschritt teilnehmen wollt, bitte gerne folgen.

Der Klassiker: BÜCHER von schlauen MENSCHEN

Ich bin im Moment sehr empfänglich für jegliche Art von Lebensweisheiten. Ich stecke da quasi in einem Zeitfenster, das sich bestimmt früher oder später wieder schließen wird. Darum sauge ich dieses Wissen über „das Leben“ wie ein schwamm in mich auf. Ich nehme alles was ich kriegen kann. Sortiere dann aus, werfe das Meiste wieder weg. Nur das wichtigste, das essenzielle, das was ein AHA Erlebnis verursacht hat, darf bleiben, denn davon werde ich hoffentlich noch ein Leben lang zehren. Ich habe immer ein bisschen Angst diese tollen inspirierenden Worte wieder zu vergessen, zu vergessen an sie zu denken, an das Gefühl das sie in mir ausgelöst haben, als ich sie zum ersten mal gehört/gelesen habe.

Und noch viele andere kleine Dinge inspirieren mich jeden Tag. Warum ich in diesem Zusammenhang den Sohn nicht erwähne? Das ist wieder eine völlig andere Sache. Da werden noch viele Kolumnen kommen, die ich einzig ihm widmen werde. Und diese fazinierenden neuen Berufe, die ich aktuelle erlerne? Auch das ich ein eigenes Thema.

Kommen wir zum ENDE der ersten KOLUMNE

Was mir jetzt noch fehlt um diese meine erste Kolumne würdig abzuschließen, ist ein guter Rat, bzw. eine Botschaft die ich euch auf den Weg geben kann. Es darf aber auch eine Erkenntnis für mich sein, die euch vielleicht in irgendeiner Art auch ein bisschen inspiriert. „Alles geht, nix muss …“, oder so. Nein, das ist es nicht ganz. Eher etwas wie: „Immer wieder neues ausprobieren“. Ich zum Beispiel muss das, denn Gewohnheit macht mich traurig. Und schon fällt mich was ein, was ich euch auf den Weg geben mag, aus dem SEHR inspirierenden Buch das ich gerade lese: „Gewohnheit verändert unsere Sicht auf die Dinge. Sie stumpft unsere Sinne ab. Glückliche Zeiten bemerken wir erst, wenn sie unglücklicheren weichen. Ich habe manchmal das Gefühl, je mehr Gutes in unser Leben fließt, desto schwächer wird die Empfindsamkeit dafür.“ Und hier das mindestens genauso gute Gegenargument: „Wenn du mich fragst, hat die Natur die Gewohnheit erfunden, um das Schlechte in unserem Leben aushalten zu können. Stell dir vor, fortwährendes Leid hätte dieselbe Kraft wie der erste Schlag. Kein Mensch könnte das ertragen.“

So, nun entlasse ich euch wieder in euer inspirierendes und täglich neues Leben mit all seinen Gewohnheiten.

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GedankenTexte

Schattenseiten der Neujahrsvorsätze

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Es ist einer dieser Vorsätze die nicht nur so dahin gesagt werden, es ist ein Vorsatz der sich anfühlt als würde er mein Leben auf ein neues Level bringen. Ein Vorsatz von dem ich zu wissen meine, dass er notwendig ist, ohne den ich nicht weitermachen möchte. Es ist der Vorsatz mich dieses Jahr wieder intensiver mit dem Schreiben zu beschäftigen. Das Schreiben war es, was mir 2016 am meisten gefehlt hat, und das möchte ich von 2017 nicht behaupten müssen. Ich möchte besser werden, meinen Stil festigen und Wiedererkennung erlangen. Ich möchte meine Gedanken und Weltanschauung aufschreiben, sie für immer festhalten und gleichzeitig mit Menschen teilen. Ich habe lange darüber nachgedacht wie und wo ich das machen soll. Die große Eingebung hatte ich noch nicht, aber der stärkste Impuls riet mir dazu es hier zu versuchen, obwohl oder gerade weil ich hier nicht viele Leser habe. Denn für den Anfang, und solange ich noch nicht so recht weiß wo mich diese Reise hinführt, passt mir der kleine Rahmen ganz gut. Hier in diesem vertrauten Kreis, inmitten von mitfühlender und rücksichtsvoller Menschen fühle ich mich sehr viel wohler, als im Haifischbecken-Internet, mit seinem Riesenmaul voller vernichtender Hass-Raisszähne. Dafür bin ich eh noch nicht bereit, denn ich musste kürzlich über mich lernen, dass ich mit Kritik immer noch ganz schlecht umgehen kann, aber dazu ein anderes mal mehr.

Langer Rede kurzer Sinn, ich werde euch hier ab sofort regelmäßig mit einer Kolumne beglücken. Definition Kolumne übrigens: „regelmäßig erscheinender Meinungsbeitrag eines Journalisten in einer Zeitung oder Zeitschrift (Anm. der Redaktion: oder Blog).“ Ich habe nämlich sehr oft Eingebungen, tolle Ideen und Geistesblitze die ich nicht länger für mich behalten möchte. Außerdem möchte mein Schreiben endlich auf das nächste Level bringen, es zu einer Selbstverständlichkeit werden lassen. Ich möchte am Ende des Jahres diesen Text lesen und mich ein bisschen dafür schämen, dass ich das nicht besser konnte.

Ich werde hier aber auch weiterhin (oder besser gesagt wieder) alle meine kreativen Ergüsse präsentieren, und das wieder regelmäßig.

Hach, das klingt alles so schön und toll, wichtig und entschlossen, dabei weiss ich dass dieses Jahr so viele große und neue Herausforderungen auf mich warten. Noch bin ich guter Dinge und Zuversicht. Mal sehen was das Jahr bringt.

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GedankenTexte, Selbstliebe

Ein paar Gedanken zu meinem persönlichen 2016

Copy and Paste ist nicht so ganz mein Stil, aber da ich der Meinung bin, dass ich hier 2-3 andere Leser habe, als auf ERGOThek möchte ich die eben veröffentlichen Gedanken zum meinem Jahr 2016 hier einfach rebloggen. Und auch euch vielen Dank, liebe SchattenSEITE Leser. Ich hoffe 2017 wird unser Jahr

ergothek

Ach, wie mir das Schreiben doch fehlt. Aber so ist es eben mit Hobbies, die haben zwar Priorität im Herzen, aber das Leben hat dann doch meist andere Pläne. Aber heute bin ich spontan, stehle mir von irgendwoher 2 Minütchen und lasse, zwar nur kurz dafür intensiv, mein Herz ans Papier. Denn es ist mir ein Anliegen diese Worte zu meinem 2016 mit euch zu teilen, denn auch ihr gehört schon eine ganze Weile zu meinem Leben. Vielen Dank dafür! Danke für das tolle Jahr 2016 auf ERGOThek. Ohne euch wäre das Bloggen nur halbsolustig.

So schlecht dieses Jahr auch für die Welt war, für mich war es ein gutes Jahr. Ich musste mir zwar ein halbes Jahr lang eine tolle 2te Jahreshälfte erkämpfen, die jetzt gegen Ende schon fast großartig geworden ist, aber die Tatsache dass es mir so gut gelungen ist, macht mich umso stolzer … Ich war zum ersten Mal ein…

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GedankenTexte, Kunst, Zeichungen

Show Your Work! – Paper Wolf

Dass ich eine (wenig aufwendige) Methode für mich gefunden habe, wieder den Stift zu schwingen, macht etwas großes mit meiner Zufriedenheit. Es hat mir so sehr gefehlt, das Zeichnen. Es gehörte Jahrzehnte lang zu meinem Leben und war dann einfach weg. Musste anderen Dingen Platz machen, und schaffte es dann leider nie mehr zurück in die Prioritätenliste … bis jetzt. Es macht mich richtig glücklich, diese kleinen Kunstwerke in meinen Händen halten zu können. Und ich kann das händischen Zeichnen mit meinen (noch sehr amateurhaften) grafischen Fähigkeiten verbinden, und diese damit auch verfeinern. Denn irgendwann möchte ich ja ein Buch illustrieren können.

Die Stimmung war richtig für einen Wolf. Den Wolf fürchten die Menschen. Der Wolf ist aus menschlichen Mythologien, Sagen und Märchen sowie der Literatur und Kunst nicht wegzudenken. Kein anderes Tier löst beim Menschen derartig ambivalente Gefühle aus wie der Wolf. Der Mensch verehrt den Wolf und erkennt ihn als das ihm überlegene Tier an, und gleichzeitig projiziert er auf die „Bestie“ die er in ihm sieht alle seine Ängste.

Außerdem kenne ich einen ganz lieben Wolf, der sich über die Zeichnung hoffentlich freuen wird. Ich habe natürlich dich gezeichnet, lieber Stepnwolf. 🙂

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wolf

 

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GedankenTexte, Kunst, Zeichungen

Show Your Work! – „Nevermore“

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… when, with many a flirt and flutter,
In there stepped a stately raven of the saintly days of yore;
Not the least obeisance made he; not an instant stopped or stayed he;
But, with mien of lord or lady, perched above my chamber door –
Perched upon a bust of Pallas just above my chamber door –
Perched, and sat, and nothing more.

Then this ebony bird beguiling my sad fancy into smiling,
By the grave and stern decorum of the countenance it wore,
„Though thy crest be shorn and shaven, thou,“ I said, „art sure no craven,
Ghastly grim and ancient raven wandering from the Nightly shore –
Tell me what thy lordly name is on the Night’s Plutonian shore!“
Quoth the raven „Nevermore.“

(Ein Auszug aus Edgar Allan Poe’s – The Raven)

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Ich mache wieder ein bisschen Kunst. So richtig von Hand mit Stift, Kamera und im Photoshop ein bisschen ausfüllen. Ausmalen mag ich nämlich nicht. Nicht dass ich es nicht könnte, es dauert mir nur viel zu lange – und ausserdem ist es eine unnötige Stiftverschwendung. Der Vorteil: Ich habe das Bild sofort digital zur Verfügung. Der Nachteil: Ich habe nur ein halb fertiges Bild auf dem Papier.

Mein schöner Rabe, das von mir für mich erwählte Krafttier ist nicht das einzige Bild, das ich erstellt habe. Es ist schon das dritte, dieser „Kreis-Reihe“. Die anderen beiden zeige ich euch natürlich auch sehr gerne, aber erstmal ein bisschen Making of, schließlich heißt die Rubrik „Show Your Work“ … Ach und HAPPY HALLOWEEN

 

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Das erste Bild, das die Reihe eröffnen durfte, hatte natürlich mein allerliebstes Motiv, einen BAUM. Ich würde gerne mehr dazu schreiben, aber ich habe mir noch nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht, warum ich Bäume so sehr liebe, und ich liebe sie wirklich sehr. Spontan würde ich sagen, weil sie Schatten spenden, und ich liebe die Schattenseite der Sonne. Ich liebe sie auch weil sie groß und stark sind, weil sie schön sind auf ihre eigene Art, jeder einzelne von ihnen. Ich mag es wie sie sich anfühlen und wie sie riechen. Ich mag es, dass sie unglaublich alt werden, und ganz ruhige Stille Beobachter sind. Ich mag es auch wie sie klingen, wenn der Wind ihre Blätter berührt. Ich mag es wie sie alle zusammen zu einem Wald verschmelzen, und dadurch die schönste Atmosphäre erschaffen, die es gibt. Ich mag auch einen einzelnen Baum, der einsam auf einer Wiese lebt. Und ich wünsche mir, irgendwann mal meinen eigenen Baum zu besitzen, unter den ich mich setzen kann, wann immer ich will, um einfach von ihm zu lernen wie man ruhig und still wird, wie man einfach ist wie man ist … Das aber nur so spontan, da gibt es sicher noch einiges mehr was ich über Bäume schreiben könnte.

kreisfülle_baum.jpg

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Motiv Nummer 2, war auch mein 2t liebstes Motiv überhaupt. Eine Hand. Ich liebe ja Hände fast so sehr wie Bäume. Und nun habe ich das Gefühl, ich muss hier auch noch mehr dazu schreiben, aber mir fällt nichts ein, außer dass mich Hände faszinieren, seit ich denken kann. Ich liebe Hände, schöne Hände und vor allem gezeichnete Hände. Und ja, ich sehe den Menschen zuerst (ins Gesicht und dann) auf die Hände.

Das fertige Kunstwerk

 

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GedankenTexte, Selbstliebe

Zufällige Wörter – Introversion

Ich finde es auch sehr schade, dass hier aktuell so selten etwas geschieht, aber Kreativität braucht Zeit und Energie. Beides Dinge, die zu einem seltenen und wertvollen Gut geworden sind im letzten Monat. Doch Gedanken sind da und sie müssen aus dem Kopf. Sie müssen sich entfalten, oder verpuffen je nachdem welcher Art sie sind. Ich bin Meisterin der Verpackung, also verpacke ich meine aktuelle Situation in ein Text über Introversion, einem zufälligen Wort. Oder vielleicht doch nicht so zufällig?

Introversion

Zur Erklärung: „Introversion und Extraversion sind zwei Pole einer Persönlichkeitseigenschaft, die durch die Interaktion mit der Umwelt charakterisiert wird. Den Begriffen nach bezeichnet Introversion eine nach innen, Extraversion eine nach außen gewandte Haltung.“

Jeder von uns ist entweder oder. Ich bin entweder, und nicht stolz darauf. Eine meiner unliebsten Eigenschaften. Ich bin die, die verdammt gerne oder wäre, aber nicht so richtig daran glaubt es werden zu können. Ist man das einfach? Ist es angeboren? Kann man Extraversion lernen, wenn man ein Leben lang auf der Introversion-Seite des Lebens gewandelt ist? Ich fange ehrlich gesagt erst jetzt so richtig damit an daran zu arbeiten. Ich möchte bald oder werden. Und meine besagte aktuelle Situation trägt nicht richtig dazu bei, dieses Ziel zu erreichen. Seit ich nicht mehr meinen 9 to 5 Job ausübe, pflege ich den regelmäßigen Kontakt zu Menschen auch nicht mehr so sehr. Gut für meine Introversion, sehr schlecht für das Streben nach dem Gegenteil. Ich lebe schon sehr viele Jahre damit entweder und nicht oder zu sein, und ich habe mich im Prinzip auch daran gewöhnt, denn ich kenne das Leben nur aus dieser zurückhaltenden Perspektive. Mein gesamtes Handeln und Denken basiert auf dieser introvertierten Tatsache. Ein Umdenken würde alles verändern.

Ich tausche meine Introversion trotzdem gerne gegen eine gepflegte und bodenständige Extraversion, denn alles verändern würde alles einfacher werden lassen, bedeuten. Die Prämisse dafür wäre meiner Meinung nach gegeben, es fehlt nur noch dieser eine Rat, der aus dem Nichts bekommt, der sich dann direkt ins Persönlichkeitszentrum des Gehirns schießt, da auf den Tisch klopft und für eine Weile die Führung übernimmt.

Das Wort klingt viel stärker als seine Bedeutung es vorgibt.

Es ist die INTRO Version meiner Selbst, also nur „eine kurzgefasste thematisch bezogene Einleitung in den kompletten Inhalt“ meiner Persönlichkeit.  

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Allgemein, GedankenTexte, Selbstliebe

Zufällige Wörter – Formalismus

Ich habe kürzlich beim Kollegen von Unmus einen Artikel gelesen, in dem er darüber schreibt, dass er Ideen eigentlich gar nicht so mag. Sie kommen einfach uneingeladen vorbei und machen nur Arbeit. Kurz darüber nachgedacht, musste ich ihm vollkommen Recht geben. Ich mag Ideen eigentlich auch nicht so. Aber sie kommen trotzdem, und das nicht nur einmal im Monat, nein sie klopfen täglich an meine Oberstübchentür. Die Folge dieser Erkenntnis: Life Goal Nummer 1: Mal soweit kommen, dass man alle Zeit der Welt hat Ideen umzusetzen, oder es sich irgendwann leisten können Mitarbeiter einzustellen die diese Ideen umsetzten – was aber das weniger gute Ziel wäre, denn nicht alle Ideen lassen sich von anderen umsetzen, meist muss man selbst ran.

Und stellt euch von, ich hatte eine Idee. Eine die sich nicht abschütteln ließ, eine die umgesetzt werden musste. Ich liebe ja das Schreiben – offensichtlich. Und ich liebe Wörter, weil man damit Texte anfertigen kann. Nun möchte ich diese netten kleinen Helfer ehren und mal über sie schreiben. Ich möchte über Wörter Philosophieren. Zufällige Wörter. Wörter die ich mit Augen zu und Finger drauf aus dem Duden Fremdwörterbuch (ich hatte kein anderes griffbereit) herauspicke. Das heutige Wort ist ein tolles Wort:

Formalismus

Zur Erklärung, Duden sagt Formalismus ist „Überbetonung der Form, des Formalen“ bzw. „Übertriebene Berücksichtigung der Äußerlichkeiten“.

Ich klammere mich mal an diese zeitgemäße Definition der übertriebenen Berücksichtigung der Äußerlichkeiten, denn stellt euch vor dieses Thema beschäftigt mich schon nahezu mein Leben lang. Ob es nun in der Kunst ist, in meiner Arbeit als Architektin oder persönlich. Formalismus liegt in der Natur des Menschen und wird einfach akzeptiert. Ich für meinen Teil bin und war nie Fan davon. Bin mehr von seinem Gegenteil überzeugt: „Form Follows Function“, womit der gute alte Horatio Greenough schon 1852 recht hatte. Ich habe schon immer Kunst gemacht die von ihrer Aussage profitiert. Ich habe Bilder immer zu einem Thema gemalt, nie einfach aus dem Gefühl heraus. Ich habe Gebäude entworfen, die in erster Linie für den Menschen funktionieren. Und das schönste, an der Verinnerlichung arbeite ich aktuell noch, meine äußere Hülle folgt den Funktionen des Apparates der mich am Leben erhält. DAS war übrigens auch die wichtigste Erkenntnis auf meiner Suche nach Selbstliebe (tut mir übrigens leid, dass ich keine weiteren Artikel darüber verfasst habe, aber es waren einfach sehr viele Informationen, die ich erstmal selbst verarbeiten musste). Kurze Erklärung zu dieser bahnbrechenden Erkenntnis – Meine liebsten Lebewesen auf der Welt, die Bäume, die verurteilt keiner. Kein Mensch geht durch den Wald, sieht sich einen Baum an und denkt: „Mensch, ist das ein häßlicher Baum. Viel zu dick und voll schief. Das sieht doch furchtbar aus.“ Gibt bestimmt auch solche Menschen auf der Welt, aber der Großteil von uns hat nicht solche Gedanken. Man lässt sie einfach so sein wie sie sind und denkt nicht weiter darüber nach. Wäre die Welt nicht ein viel besserer Ort, wenn wir das mit Menschen auch so handhaben würden? Wir sind doch auch alle genauso wie wir sind am schönsten. Wäre die Welt nicht viel schöner ohne Formalismus?

Ich für meinen Teil bleibe dabei, dass ich keine Formalistin bin und IMMER hinter der Fassade nach Erfüllung suche.

Das Wort ist aber schön. 

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Collagen, Fotografie, GedankenTexte

Es wird wieder besser werden.

Sie verändert sich, die Welt in mir, und die Wahrnehmung von der da draußen zieht mit. Ich bin müde, weil alles anstrengend geworden ist. Am Wetter kann es diesmal nicht liegen, denn was wäre ich für ein Mensch, wenn ich ständig nur das Wetter für meinen Gemütszustand verantwortlich machen würde? Bin ich also müde, weil es die Welt da draußen ist? Ist es die Anstrengung all das ertragen zu müssen, was die Menschenwelt da draußen aus sich macht? Meine innere Welt ist empfindlich geworden, kann sich von der da draußen nicht mehr abgrenzen. Gerade dachte ich noch, ich wäre endlich angekommen, nach so vielen Jahren in denen ich an dem Leben das ich jetzt habe gearbeitet hatte. Aber gerade bin ich nicht in meiner Welt, ich habe mich nach draußen gewagt, und das Wetter … ja das tut auch seinen Teil. Ich reagiere empfindlich auf menschliches Verhalten. Die Welt in mir zittert. Sie realisiert und hat … nein Angst ist es nicht, sie erlebt nur ein unschönes Erwachen. Denn es wird doch immer nochmal schlimmer, bevor es besser wird, sagt die Erfahrung. Im Augenblick ist es gut, nur dass die Zeiten, als man sich noch über das Wetter unterhalten hat, vorbei sind. Aber die Wolken und die Sonne sind noch da. Der Regen auch. Ich kann es bezeugen. Der Wind, die Bäume und die Katzen. Alle noch da draußen, in der Welt, die sich noch immer im gleichen Rhythmus dreht. Noch ist sie nicht aus der Bahn geraten. Nur die Menschen, die verunsichern mich, heute und gestern auf jeden Fall. Aber morgen, morgen vielleicht etwas weniger, hoffentlich.

... getting better

Es wird wieder besser werden!

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GedankenTexte

Multitasking ist auch nicht mehr das was es mal war

„Zeitalter der Kommunikation“, genau!

Ich bin prinzipiell sehr bemüht aufmerksam durchs Leben zu gehen. So kommt es, dass ich Dingen die sich zu wiederholen scheinen allergrößte Aufmerksamkeit schenke. Hier ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit. Ich stoße immer wieder auf Texte von Menschen, die ihre Bedenken gegenüber diesem unserem Zeitalter äußern. Da kam ich natürlich nicht umhin, mich auch näher damit zu beschäftigen, vor allem weil ich dem Auslöser für mein ständiges überfordertsein, schon länger auf den Grund gehen wollte. Da begann es langsam zu dämmern. Könnt ihr euch auch noch daran erinnern, als wir Geburtstage und sogar Telefonnummern noch im Kopf hatten? Ich erinnere mich an eine Situation in der Schule, als wir zu Taschenrechnerzeiten Kopfrechnen geübt haben, und ich mich fragte was das für einen Sinn das machen soll, wenn es doch dafür Geräte gibt. Ich glaube so um die Zeit fing es langsam an, dass technische Geräte in Taschengröße uns Denkarbeit abnahmen. Aber das war noch keine große Sache, es war eine Hilfe, eine Erleichterung für das eh schon fleißige Gehirn. Und keiner mag Kopfrechnen. Später dann, in der HTL (weiterführende technische Schule) mussten wir und sogar programmierbare Taschenrechner kaufen, die komplexe Formeln rechnen, und sogar kleine Mathematischen Programme ausführen konnten. Man konnte allerdings auch Tetris damit spielen und Schummelzettel eintippen. So ging es weiter, und Schritt für Schritt wurde unser Gedächtnis immer fauler. Das einzige was es noch leisten muss ist Multitasking, und darin ist es mittlerweile wirklich echt großartig. Ihr müsst wissen ich stamme aus einer Zeit in der Multitasking etwas besonderes und erstrebenswertes war. Kürzlich las ich, dieses Multitasking von dem keiner mehr spricht, wäre gar nicht mehr zeitgemäss. Multitasking könne heutzutage jeder, muss jeder können und praktiziert jeder. Sich auf eine Sache zu konzentrieren, das ist heute die Kunst die er zu beherrschen  erstrebenswert wäre.

Und das war der Auslöser. Dieser Gedanke, den habe ich dringend gebraucht!

Ich wußte mal wie das geht. Es gab Zeiten, da habe ich mich auf eine Sache konzentriert und stand nicht unter Zwang noch 5 andere gleichzeitig tun zu müssen. Es gab sogar eine Zeit in der ich sogar wusste was Langeweile ist. Ich möchte das wieder lernen. Ich will mein Gehirn wieder für mehr als Multitasking verwenden. Ich will die Fähigkeit, mich wieder auf eine Sache zu konzentrieren, zurückhaben. Und wenn das geschafft ist, wird die Aufmerksamkeitsspanne, die mittlerweile auf die Länge eines Tweets geschrumpft ist, auch wieder wachsen und gedeihen.

Im selben Artikel wurden mir übrigens Apps empfohlen, die mir dabei helfen sollen „das Multitasking zu verlernen“ indem ich mich weniger vom Smartphone ablenken lasse. Wie paradox ist das denn? Und ich war sogar sofort Feuer und Flamme und innerhalb von Sekunden schon im Appstore. Als ich dann herausgefand, dass die App durchgehend meinen aktuellen Ort trackt und dadurch auch noch wahnsinnig viel Akku braucht, ließ ich es doch sein. Zum Glück. Stattdessen fing ich an meinen Gedanken zum besagten Thema zu vertiefen.

Ich dachte weiter nach, und musste mir die Frage stellen: Brauche ich wirklich für alles eine App? Kann ich denn gar nichts mehr selber? Will ich überhaupt noch irgendetwas selber tun und denken oder bin ich eh schon zu faul geworden und verlasse ich mich lieber auf die unfassbar fortschrittliche Technik, die mir mein Tun und Denken „abnimmt“? Bekannte Bilder im Kopf. Idiocracy? Ein ganz klares JA zum selber denken. Der faule Denkappartat muss wieder ordentlich schuften lernen. Die Technik soll mir ab sofort zwar dienen, aber mich nicht mehr beherrschen. Nur weil es da ist, und ich die Möglichkeit habe es zu nutzen, heißt das noch lange nicht, dass ich es auch brauche, geschweige denn nutzen muss. Es wird radikal. Ich werde bestimmt auch ein kleines Schlachtfeld hinterlassen, aber danach wird es mir besser gehen.

Die allerersten Schritte sind schon getätigt. Ich habe schon Ordnung geschaffen, auf all meinem Netzwerken. Ich habe alles gelöscht was überflüssig war. Ich habe auch auf dem Computer in Taschenformat Ordnung gemacht, habe mich auch von 100en von Apps gelöst und die allerbeste Entscheidung überhaupt getroffen. Ich habe die Mitteilungszentrale auf stumm geschaltet. Und siehe da, die Nachrichten sind auch noch da, wenn ich das nächste mal … freiwillig … auf das schlaue Telefon schaue. 5 Tage sind vergangen seitdem ich nicht sofort sehe wenn ein Mail reinkommt, mich jemand bei Twitter erwähnt oder mich über Wahtsapp kontaktiert.

Ich schaue jeden Tag um einiges weniger auf die Gehirnprothese in Taschenformat. Und ich fühle mich jetzt schon so viel freier und leichter als noch vor ein paar Tagen. Jeden Tag denke ich den Gedanken noch klarer, und genieße immer mehr die Freiheit, die ich mir selbst und ohne es zu merken genommen hatte. 

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