Grafikdesign, Typografie

Eine Liebesgeschichte aka TYPOGRAFIE und SCHRIFT – Monogramme – Grafikdesign Monat 4

Wow, es ist unwahrscheinlich viel Zeit vergangen, seit ich das letzte Mal über mein, noch laufendes, Studium berichtet habe. Mittlerweile bin ich im 11ten Monat angekommen. Das heißt, es bleibt nur noch der abschließende 12te Monat mit der Abschlussarbeit, und ich darf mich offiziell Grafikdesignerin nennen. Wann wenn nicht jetzt, sollte ich diese vielen Monate und ihre Aufgaben bloggerisch aufarbeiten. Ich nehme mir natürlich die Freiheit heraus, nur die Arbeiten hier zu präsentieren, auf die ich auch wirklich stolz bin, was eigentlich eh so gut wie alle sind. Das Studium hat ein Jahr lang das beste aus mir herausgeholt, mich zur Kreativität inspiriert, ganz neue Leidenschaften geweckt … aber dazu ein andermal, und im großen Stil mehr.

Heute erzähle ich euch eine ganz besondere Geschichte, eine Geschichte über die ganz große Liebe, die unerwartet kam und für immer bleiben wird. ❤

Ich habe mich in Buchstaben verliebt:

Geschrieben habe ich schon immer gerne. Ich habe Schreibkurse belegt, habe für mich geschrieben, und für euch da draußen im Blog-Universum. Ich denke mir gerne Geschichten aus, und schreibe sie auf. Ich schreibe meine Gedanken auf, und verarbeite Gefühle sehr viel besser, wenn ich sie zu Papier bringe. Das ist so, war immer so, und ist ein fest verankerter Teil meiner Persönlichkeit. Was mir, vor diesem vierten Monat meines Studiums aber nicht klar war ist, wie faszinierend diese einzelnen kleinen Kunstwerke sind, die meine Geschichten, Gefühle und Gedanken bilden. Die BUCHSTABEN. Ich las diese Lektion des vierten Monats wie ein spannendes Buch. Jedes Wort bleib zu 100 % im Gedächtnis haften. Ich konnte nicht genug bekommen, von der Lehre der Schriften und ihren Gesetzen. TYPOGRAFIE. Das klingt wie Musik in meinen Ohren. Mein Herz klopft aufgeregt, jedes mal wenn ich eine schöne Schrift sehe. Es ist eindeutig LIEBE, und zwar keine geringere als DIE GANZ GROSSE. Ich habe die Empfohlene Literatur zum Thema verschlungen, habe mir dann auch noch die Bücher bestellt, die Amazon mir aufgrund dieser empfohlen hat … Ihr seht, ich meine es ernst. Ich habe wohl endlich gefunden wonach ich gesucht habe. Ich habe die Berufliche und Künstlerischen Liebe meines Lebens gefunden. Dazu kam dann später noch das Handlettering, aber dazu auch an anderer Stelle mehr.

Tja, und wie das alles begann, erzähl ich euch jetzt in Form des üblichen Berichtes über meine Moantaufagabe, die sehr viel weniger spannend war, als die Lektion, die wohl unwiderruflich mein Leben verändert hat. Es ging schlussendlich um Monogramme, was ich damals nicht so spannend fand, und mir mittlerweile wünsche diese Aufgabe jetzt und mit dem heutigen Wissen nochmal einreichen zu dürfen. Aber so schlecht war das Ganze ja im Endeffekt nicht. Das eine Monogramm ist sogar sehr cool.

Die Monatsaufgabe

lautete: „Sie erstellen drei eigene typografische Monogramme zu jeweils einem der unten aufgelisteten Themen.“

Erstellen Sie aus Ihren eigenen Initialen ein 2-Buchstaben Monogramm.

Experimentieren Sie mit den Buchstaben, machen Sie Skizzen, kreieren Sie neue Formen, drehen Sie diese, kombinieren Sie so viel Sie können, bis Sie letzten Endes bei einer prägnanten Lösung angekommen sind.

Entwerfen Sie drei unterschiedliche Lösungen:

• Antiqua (Serifen)
• Grotesk (Serifenlos)
• Kalligrafisch

„Die Monogramme sollten lesbar und optisch ansprechend sein, sowie typografische Prägnanz bieten. Setzen Sie bewusst Größenverhältnisse, Anschnitt, Perspektive, etc. ein, um spannende Motive zu finden.“

Das Ergebnis

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Ich mochte früher keine Serifenschriften, und nun liebe ich sie mehr als die serifenlosen. Fühlt sich irgendwie an wie Erwachsenwerden. Ich habe hierfür die sehr klassischen „Times“ gewählt.

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Mein absoluter Favorit, damals und heute. Ich finde, dieses Monogramm ist mir sehr gelungen. Die Schrift ist eine, die ich für Fließtexte niemals verwenden würde, aber hier passt sie einfach fantastisch. So hat jede Schrift (außer Comic Sans) ihre schönen Seiten. Lucida Grande

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Und die völlig selbst entworfene. Da hätte ich heute ganz andere Dinge auf Lager und würde mich sehr viel mehr austoben und ausprobieren. Aber für den ersten Versuch, ein Monogramm selbst zu entwerfen, ohne eine bestehende Schrift zu verwenden, finde ich das auch aus heutiger Sicht gar nicht übel.

Die Beurteilung lautete dann folgendermaßen:

Sie haben viel Spaß beim experimentieren und zeigen, dass Sie die unterschiedlichen Merkmale der Schrifttypen verstanden haben.
Sie haben uns bewiesen, dass Sie ein gutes Gespür für Proportionen und Ästhetik besitzen. Arbeiten Sie aber noch an der Lesbarkeit.

Wir sehen viel Potential in Ihrer Arbeit, machen Sie weiter so!

(Sie sehen Potenzial in meiner Arbeit. Was will man mehr?)

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Ich sehe die Gs natürlich ganz deutlich, aber ich weiß auch dass sie da sind. Das ist noch etwas was ich etwas schwer beurteilen kann … wie sehen es völlig unbeeinflussten Menschen?

Die volle Punktzahl gab es auch diesmal nicht, aber das ist vollkommen in Ordnung, denn konstruktive Kritik ist das beste was man bekommen kann, viel besser als ein „Gut gemacht“. Die Kritik, die ich hier jeden Monat bekomme, ist immer sehr hilfreich und bringt mich unheimlich weiter. Danke liebe OfG, danke vor allem dafür dass ich mit deiner Hilfe die Liebe meines Lebens kennenlernen durfte.

Gorana & Typografie … die spannende Liebesgeschichte geht weiter. Ich werde auch in Zukunft hier darüber berichten. Denn es sind so einige Projekte im Gange, die einen Bericht wert sind. Bleibt dran … und bis bald!

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